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27. April 2020

Kurztest Olight M20SX Javelot

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 17:34


Auf den Tisch des Hauses kommt heute die M20SX Javelot von Olight.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Kunststoffkoffer sind die Lampe, Ersatz-O-Ringe, ein Ersatz-Tailcap-Gummi, ein Diffusor, ein Trageclip, ein Holster, ein Lanyard, ein Reduzierröhrchen für den Betrieb mit zwei CR123A-Batterien, eine Bedienungsanleitung und eine Werbebroschüre enthalten.


Verpackung und Inhalt.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 147,5 mm
Gewicht: 126 g
Gewicht mit Akku: 174 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
LED: Cree XM-L2
Tailstand: nein.
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, am Lanyard-Ring.
wasserdicht: ja, durch Praxistest bestätigt.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon, 2x CR123A.


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Gewinde zur Tailcap ist herstellerseitig bereits ausreichend gefettet.

 


Innenansicht Tailcap.

 


Fürs Licht ist eine XM-L2-LED von Cree verantwortlich, die in einem SMO-Reflektor (glatt, ohne Struktur) und hinter einer gehärteten ultraklaren Glaslinse sitzt.

 


Lampe im Holster.

 


Wie man sehen kann, muss die Lampe zum Leuchten nicht zwangsläufig aus dem Holster entnommen werden. Als Notbeleuchtung ist diese Variante völlig ausreichend.

 

Bedienung:
Die Lampe ist mit zwei Schaltern ausgestattet: einem Heckschalter und einem Seitenschalter direkt darüber. Mit dem Heckschalter wird die Lampe ein- und ausgeschaltet, mit dem Seitenschalter werden die Leuchtstufen Low (25 Lumen für 18 Stunden), Medium (150 Lumen für 3 Stunden) und High (820 Lumen für 1 Stunde und 25 Minuten) durchgeschaltet. Der High-Wert ist dabei allerdings nur theoretischer Natur, da die Lampe nach kurzer Zeit herunterregelt. Die M20SX verfügt über Memory und schaltet beim Einschalten in der zuletzt aktivierten Stufe ein.

Gedrückthalten des Seitenschalters bei ausgeschalteter Lampe bewirkt Strobe als Momentlicht, Gedrückthalten des Seitenschalters bei eingeschalteter Lampe Strobe als Dauerlicht. Leider wird auch Strobe memorisiert. Das hätte Olight sicherlich besser lösen können. Aus dem Strobe-Modus bei eingeschalteter Lampe gelangt man durch einen kurzen Druck auf den Seitenschalter ins reguläre UI zurück.


Bedient wird die Lampe mit einem Heck- und einem Seitenschalter.

 

Resümee:
Mit der Olight M20SX Javelot bekommt man eine robuste und zuverlässige Lampe, die für lange Jahre zu einem treuen Begleiter werden kann. Die Bedienung ist intuitiv; lediglich die Tatsache, dass nicht nur die drei Leuchtstufen memorisiert werden, sondern auch Strobe, bietet Anlass zur Kritik. Aber schließlich ist ja niemand gezwungen, das Geblinke zu aktivieren. Der aktuelle Marktpreis liegt zwischen knapp 60 und 80 Euro (Stand: April 2020) und ist mehr als fair.

 

Wie leuchtet sie denn?


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Schuss

 


Olight M20SX Javelot Turbo

 


Olight M20SX Javelot Turbo Diffusor

 

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23. April 2020

Fenix TK35 2018 vs TK35UE 2018

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 20:10


Frisch im Testlabor eingetroffen sind die 2018-Versionen der TK35 von Fenix, die nach wie vor aktuell sind und in diesem Test verglichen werden. Die TK35 (ohne den Zusatz „UE“) setzt dabei auf Reichweite, während die TK35UE (Ultimate Edition) mit deutlich mehr Licht aufwartet. Welche TK35 für wen besser geeignet ist, erfahrt ihr, wenn ihr weiterlest.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Verpackung und Lieferumfang sind bei beiden Lampen identisch: Lampe, Ersatz-O-Ring, Ladekabel, Holster, Lanyard, Bedienungsanleitung, Garantiekarte, Fenix-Werbeblättchen.


Das alles ist bei beiden Lampis dabei.

 

Beschreibung der Lampen (in Klammern die Werte der UE-Version, falls abweichend):
Länge: 159,5 mm (164,5)
Reflektoröffnung: 39 mm
Durchmesser Kopf: 48 mm
Durchmesser Tail: 45 mm (44,5)
Gewicht: 275 g (279)
Gewicht mit Akku: 371 g (375)
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja, allerdings wackelig. (ja, allerdings noch wackeliger).
Rollschutz: ja.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze am Lampenende.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 2x 18650 LiIon.


Materialstärke der Batterierohre.

 


Am Gewindefett hat Fenix bei beiden Lampen nicht gespart.

 


Beim Blick ins Innere der Lampenköpfe ist kein Unterschied zu sehen.

 


Das Holster erfüllt grundsätzlich seinen Zweck, da die TK35 hineinpasst. Mir persönlich ist das Ein- und Austüten der Lampe allerdings zu fummelig. Alles, was nicht mit einem einfachen Griff möglich ist, nervt, und der Nerv-Faktor dieses Holsters liegt auf einer Skala von 1 bis 10 ungefähr bei 43.

 

Leuchteinheit:
Bei der TK35 kommt als LED eine Cree XHP35 HI zum Einsatz, die in einem SMO-Reflektor werkelt. Die TK35UE ist mit einer Cree XHP70-LED und einem OP-Reflektor ausgestattet.


Links TK35, rechts TK35UE.

 

Bedienung:
Die Grundbedienung ist bei beiden Modellen identisch. Mit dem großen Schalter, der einen konkreten Druckpunkt hat, wird die Lampe eingeschaltet. Mit dem kleinen Schalter werden die Leuchtstufen angewählt.


Links TK35, rechts TK35UE.

 

Beide Lampen verfügen über 5 Leuchtstufen, die mit folgenden Werten angegeben sind:

Sowohl die TK35 als auch die TK35UE schalten von dunkel nach hell durch die Modi. Nach Turbo folgt wieder Eco. Wird der kleine Schalter bei eingeschalteter Lampe gedrückt gehalten, wechseln die Lampen zu Strobe mit wechselnder Frequenz. Durch kurzes Drücken kann man nun zwischen Strobe und SOS hin- und herschalten, durch Gedrückthalten gelangt man in die zuvor aktivierte Leuchtstufe zurück.
Strobe kann als Momentlicht auch per Direktzugriff erreicht werden, indem man den kleinen Schalter bei ausgeschalteter Lampe gedrückt hält.

In den kleinen Schaltern der Lampen informiert eine LED, die beim und bis kurz nach dem Einschalten leuchtet, grob über den Zustand der Akkus. In der Bedienungsanleitung wird darüber Folgendes berichtet:

grün konstant: sehr gut
grün blinkend: ausreichend
rot konstant: gering
rot blinkend: kritisch

Wenn es kritisch wird, blinkt die LED nicht nur beim Einschalten, sondern auch während des Betriebs rot.


LEDs in den kleinen Schaltern informieren den Nutzer darüber, wie es um die Akkus bestellt ist.

 

Der Unterschied beider Schaltkonzepte ist schnell erklärt. Die TK35UE verfügt über einen zusätzlichen Drehring, der in drei Stellungen einrastet.


Die UE-Version ist mit einem zusätzlichen Drehring ausgestattet.

 

Die helfende Hand des Lampentesters zeigt deutlich, wo rechts und wo links ist.


Was wäre diese Seite ohne die herrlichen Bebilderungen, die allen Unklarheiten Zweifel angedeihen lassen?

 

Beginnen wir mit der Mitte. Befindet sich der Drehring in dieser Stellung, ist die Bedienung mit der der TK35 (ohne UE) absolut identisch.
In der Stellung rechts ist die Lampe ausgelockt und kann nicht mehr bedient werden. Eine zusätzliche Funktion in dieser Stellung gibt es dennoch. Wenn der große Schalter gedrückt wird, leuchtet die LED im Schalter kontinuierlich, was hilfreich sein kann, die Lampe wiederzufinden, wenn man sie unterwegs verloren hat. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass man davon ausgeht, die Lampe verlieren zu können und den Schalter vor dem Verlieren gedrückt hat.
In der Stellung links wird das Wirken des kleinen Schalters außer Kraft gesetzt. Durch Durchdrücken des großen Schalters kann ausschließlich eine Leuchtstufe aktiviert werden, die von Fenix mit 2000 Lumen für eine Dauer von 2 Stunden angegeben ist.
Sinn und Zweck des Drehrings erschließen sich mir auch nach reiflicher Überlegung nicht. Zumindest meiner bescheidenen Meinung nach ist das Ding eher ein Gimmick als ein Mehrwert, aber wenigstens gibt es dadurch ein zusätzliches Bauteil, das kaputtgehen kann.

 


Dreht man den Lampentester auf den Kopf, ist übrigens rechts links und links rechts.

 

Stromversorgung:
Beide Lampen werden mit jeweils zwei 18650-Akkus gefüttert, die in ein Magazin eingesetzt werden. Oben an diesem Magazin sitzt eine Ladebuchse mit Mini-USB-Anschluss, an der die Akkus geladen werden können, was, wie ich finde, eine gute Lösung ist. Der Zukauf eines externen Ladegeräts erübrigt sich dadurch. Zwar muss das Magazin der Lampe zum Laden der Akkus entnommen werden; eine potenzielle Undichtigkeit durch eine Lademöglichkeit außen an der Lampe kann aber somit komplett ausgeschlossen werden.


Links Magazin TK35, rechts Magazin TK35UE.

 


Die Akkus können direkt am Magazin geladen werden.

 

Laufzeittest:
Zum Einsatz kamen Olight-Akkus mit einer Kapazität von 3500 mAh. Beide Lampen wurden im Turbo eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Diagramm TK35 2018:


Nach 90 Minuten habe ich den Test beendet. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen von jeweils 3,25 Volt gemessen. Die rote LED im Schalter blinkte bereits seit geraumer Zeit.

 

Diagramm TK35UE 2018:


Diesen Test habe ich nach einer Stunde beendet, die Akkus entnommen und mit einer Leerlaufspannung von jeweils 3,03 Volt gemessen. Auch bei der TK35UE blinkte die Warn-LED im kleinen Schalter bereits seit längerer Zeit.

Wie die Diagramm-Kurven zeigen, laufen beide Lampen zunächst temperaturgesteuert. Ab einer gewissen Akkuspannung, bei der die Stromversorger nicht mehr die nötige Power haben, um die Lampen wieder hochzukitzeln, überlassen die Lampen komplett den Akkus die Herrschaft über die Helligkeit.

Die Warnanzeige in den Schaltern ist sicherlich eine gute Möglichkeit, dem Benutzer mitzuteilen, dass ein Akkuwechsel dringend ansteht. Ich befürchte jedoch, dass auch die 2018-Versionen der TK35 das altbekannte Fenix-Problem haben: Die Lampen schalten einfach nicht ab. Irgendwann ist die Akkuspannung soweit im Keller, dass die Schutzschaltung eines der Akkus greift und die Lampe abschaltet. Das ist zwar nicht wirklich schlimm, denn schließlich dient eine Schutzschaltung ja genau dazu, den Akku bei Unterspannung zu schützen (daher der Name), aber wirklich mögen mag es kein Akku, in die Schutzschaltung getrieben zu werden.
Das größere Problem: Wird die Lampe mit Akkus ohne Schutzschaltung betrieben, saufen die Akkus komplett ab, bis nix mehr geht und schalten die Lampe erst aus, wenn sie komplett leer sind. In diesem Fall können sie direkt dem Restmüll beim Discounter oder beim Wertstoffhof zugeführt werden, denn sie sind schlicht und einfach Schrott.

Fazit:
Prinzipiell sind beide Lampen gut geregelt. Allerdings schummelt Fenix bei den Laufzeitangaben. Die herstellerseitig angegebenen Laufzeiten werden auf keinen Fall erreicht – zumindest nicht ohne ein Herunterregeln der Lampen. Selbst bei Ventilatorkühlung regeln beide Modelle herunter, was durchaus sinnig ist, damit die LEDs nicht irgendwann überhitzen. Ohne Kühlung würden die Lampen allerdings sehr viel schneller herunterregeln und kämen so vielleicht sogar auf die angegebenen Laufzeiten – allerdings nicht, ohne dabei halt deutlich dunkler zu werden.

 

Beam:
Die TK35 ohne „UE“ kommt mit einem hellen Spot daher, der sich stark vom Sidespill absetzt, was auch auf die Entfernung so bleibt. Die TK35UE haut mehr Licht raus, das sich gleichmäßiger verteilt. Was die Lichtfarbe betrifft, ist die TK35 ohne „UE“ deutlich wärmer. Die vom Hersteller angegbenen Reichweiten der TK35 mit 480 Metern und der TK35UE mit 300 Metern passen recht gut. Nach Umrechnung der Messergebnisse in den Tests sind die Werte bei beiden Lampen sogar noch etwas höher.


Fenix TK35 2018.

 


Fenix TK35UE 2018.

 

Resümee:
Beide Lampen sind gut verarbeitet und geregelt. Anders kenne ich es von Fenix auch nicht. Die angegebenen Laufzeiten im Turbo werden allerdings von keiner Lampe erreicht, und eine Abschaltung seitens der Lampen gibt es vermutlich ebenfalls nicht. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Stellt sich die Frage, welche Lampe für wen besser geeignet ist. Die deutlich vielseitigere Lampe ist in meinen Augen die „UE“-Version, die mit höherer Leistung punkten kann und dabei immer noch eine passable Reichweite hat.
Die Version ohne den Zusatz „UE“ macht wesentlich mehr Meter. Mich persönlich stört bei ihr allerdings der sehr konzentrierte Spot (ohne den sie natürlich nicht wesentlich mehr Meter machen könnte). Dadurch scheidet sie, zumindest für mich, als Lampe, mit der auch in den dunklen Stufen der Weg möglichst eigenblendfrei ausgeleuchtet werden kann, aus. Das muss nix heißen, denn Meinungen sind zum Glück verschieden. Fakt ist allerdings folgende Formel:
Reichweite = TK35 2018
Leistung = TK35UE 2018
Zur Verfügung gestellt wurden die Lampen freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst. Dort sind die TK35 2018 zu einem Preis von 109,90 Euro und die TK35UE 2018 zu einem Preis von 139,90 Euro (Stand: April 2020) auch erhältlich.


Am Design hat Fenix seit der Markteinführung der Lampe vor neun Jahren nichts großartig verändert. Warum auch? Von links: Fenix TK35 (erstes Modell), Fenix TK35 2018, Fenix TK35UE 2018.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Fenix TK35 2018 Eco

 


Fenix TK35UE 2018 Eco

 


Fenix TK35 2018 Low

 


Fenix TK35UE 2018 Low

 


Fenix TK35 2018 Mid

 


Fenix TK35UE 2018 Mid

 


Fenix TK35 2018 High

 


Fenix TK35UE 2018 High

 


Fenix TK35 2018 Turbo (Spot leider zu weit rechts, sorry!)

 


Fenix TK35UE 2018 Turbo

 

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20. April 2020

Kurztest DQG Tiny 26650

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 16:39


Heute kommt ein Oldtimer zu Besuch ins Testlabor: die allererste Version der DQG Tiny 26650 aus dem Jahr 2013.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Recht schlicht. In einem Pappkarton sind neben der Lampe ein Lanyard, zwei Ersatz-O-Ringe und ein Reduzierröhrchen zum Betrieb mit einem 18650-Akku enthalten.


Verpackung und Inhalt. Das Lanyard habe ich nicht mehr gefunden. Aber ich bin ja ein Fuchs und habe daher dort, wo das Lanyard im Bild liegen sollte, „Lanyard“ hingeschrieben, damit jeder auf den ersten Blick erkennen kann, dass ein Lanyard ebenfalls im Lieferumfang enthalten war.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 99,5 mm
Durchmesser Kopf: 38,3 mm
Durchmesser Tail: 32 mm
Gewicht: 85 g
Gewicht mit Akku: 175 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: nein, allenfalls IPX-4. Beim Test im Waschbecken erwies sich die DQG Tiny 26650 als guter Wasserspeicher. Im Anschluss an den Test im Waschbecken konnte man zwar nicht aus der Lampe trinken, viel dazu fehlte allerdings nicht. Die Lampe versagte komplett den Dienst. Erst, nachdem ich sie auseinandergenommen und die Bauteile ausgiebig beschwört und getrocknet hatte, funktionierte sie nach dem Zusammenbau wieder einwandfrei (was mich persönlich besonders freut, denn es handelt sich dabei um ein Geschenk. Bbop und Nicolaas aus dem Taschenlampen-Forum hätten mir vermutlich den Schädel eingeschlagen, wenn ich die Lampe nicht wieder zum Laufen bekommen hätte).
Stromversorgung: 1x 26650; 1x 18650.

 


Ganz hinten am Popo verrät uns die Lampe sogar ihren Namen.

 


Am Popo kann auch das Lanyard befestigt werden.

 

Leuchteinheit:
Drei Cree-XPG-2-R5-LEDs sitzen hinter einer TIR-Optik aus Kunststoff. Eine Frontscheibe wurde nicht verbaut, die TIR-Optik dient gleichzeitig als Frontscheibe. Beim Testmodell handelt es sich um die neutralweiße Version der Lampe, alternativ ist auch eine Version in cw (cool white) erhältlich.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Ist vorhanden, und auch ohne Anleitung schnell erklärt. Eingeschaltet wird die Lampe mit einem Taster unterhalb des Lampenkopfs. Dieser Taster ist nicht immer leicht zu ertasten – mit Handschuhen schon gar nicht. Aber er ist zu ertasten, und wenn man ihn gefunden hat und kurz drückt, schaltet die Lampe in der dunkelsten Leuchtstufe ein. Drückt man den Taster erneut, wechselt die Lampe in den Mid-Modus, beim nächsten Drücken in den High-Modus. Mit einem Doppelklick erreicht man den Turbo-Modus. Durch einen zeitgesteuertem Stepdown wechselt die Lampe nach 30 Sekunden aus dem Turbo-Modus in die zuletzt aktivierte Leuchtstufe zurück. Memory gibt es nicht, die Lampe schaltet beim Einschalten immer in der dunkelsten Stufe ein.
Das Ausschalten ist ein wenig nervig. Denn dazu muss der Taster etwa zwei Sekunden lang gedrückt gehalten werden. Erst dann gibt die Lampe den Kampf gegen das Licht auf. Dafür schaltet sie, aufgrund des leichtgängigen Tasters, nur allzugerne von selbst ein. Das merkt man spätestens dann, wenn es einem in der Hose warm wird, ohne dass man aktiv in irgendeiner Form etwas dafür getan hätte.


Die komplette Bedienung erfolgt über einen Taster im Lampenkopf.

 

Resümee:
Eines ist unstrittig: Die DQG Tiny 26650 macht auch noch in 2020 für ihre Größe richtig hell. Für eine 40-Dollar-Lampe ist die Verarbeitung richtig gut, wenn auch, gemessen am Standard renommierter Hersteller, nicht überragend. Waserdichtigkeit ist für diese Lampe ein Fremdwort, dazu kommen, dass sich die Lampe in der Hosentasche gerne von selbst einschaltet, das umständliche Ausschalten und ein Schalter, der nicht immer auf Anhieb zu finden ist.
Doch genug des Gemeckers, mehr Licht für weniger Geld, und das bei einem wunderschönen Lichtbild und einer tollen neutralweißen Lichtfarbe, wird man kaum bekommen. Wer die Lampe gebraucht noch irgendwo ergattern kann, sollte auf jeden Fall zuschlagen.

 

Wie leuchtet sie denn?


Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


DQG Tiny 26500 Turbo

 

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17. April 2020

Kurztest Sofirn SP32A

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 19:48



Hell, klein, billig – was kann die SP32A von Sofirn?

 

Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe mit einem Clip, einem Akku zum Betrieb, einem USB-Ladegerät, Ersatz-O-Ringen, einem Holster, einem Lanyard und einer Bedienungsanleitung. Da ich außer der Lampe und dem Akku nichts mehr wiederfinden konnte, konnte ich auch nichts davon fotografieren.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 123,5 mm
Gewicht: 65 g
Gewicht mit Akku: 112 g
LED: Cree XP-L2
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt, allerdings nicht HA III.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: laut Hersteller gemäß IPX-8.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon.


Solide Materialstärke.

 


An der Tailcap kann das Lanyard befestigt werden.

 


Fürs Licht sorgt eine XP-L2-LED von Cree, die in einem SMO-Reflektor werkelt.

 

Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet wird die Lampe mit einem Seitenschalter. Hält man den Schalter gedrückt, schaltet die Lampe ein. Durch jeden weiteren Druck geht es in der Reihenfolge Moonlight-Low-Medium-High durch die vier regulären Modi. Beim nächsten Drücken ladet man wieder im Moonlight-Modus. Die Lampe verfügt über Memory und schaltet in der Leuchtstufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde.
Alternativ kann die Lampe auch so programmiert werden, dass sie stufenlos von dunkel nach hell und zurück rampt.
Ein Doppelklick, unabhängig davon, wie die Lampe programmiert wurde, aktiviert den Turbo-Modus, in dem die Lampe mit 1500 Lumen angegeben ist. Durch einen Dreifachklick landet man im Strobe.


Bedient wird die Lampe mit einem Seitenschalter unterhalb des Lampenkopfs.

 

Wie leuchtet sie denn?


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


Sofirn SP32A Turbo

 

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13. April 2020

Fenix TK75 2018 Edition

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 17:04


Die 2018-Edition der TK75 von Fenix macht für eine Serienlampe ihrer Größe reichlich Meter.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einer Papp-Umverpackung findet sich ein Kunststoffkoffer mit Tragegriff. Darin wiederum finden sich die TK75, zwei Ersatz-O-Ringe, ein Ladekabel, ein Tragegurt, ein Lanyard, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, eine Garantiekarte sowie ein kleines Werbeblättchen.


Die Umverpackung.

 


In einem Kunststoffkoffer sind Lampe und Zubehör untergebracht.

 


Und das ist alles drin im Koffer.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 189 mm
Reflektoröffnung: 77,5 mm
Durchmesser Kopf: 86 mm
Durchmesser Tail: 55 mm
Gewicht: 635 g
Gewicht mit Akkus: 833 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 4 x 18650 LiIon.


Das Batterierohr ist zwar relativ dünn, aber mehr als ausreichend stabil.

 


Das Gewinde zur Tailcap ist werkksetig bereits gefettet und läuft sehr geschmeidig.

 

Lampe mit Tragegurt. An der Tailcap kann alternativ auch das Lanyard befestigt werden.

 


Es besteht auch die Möglichkeit, die Lampe auf einem Stativ zu befestigen.

 

Leuchteinheit:
Verbaut wurden vier XHP35-HI-LEDs des amerikanischen Herstellers Cree, die in vier kleinen Reflektoren sitzen. Davor befindet sich eine ultraklare gehärtete Linse aus Glas.


Die Leuchteinheit der TK75 in der 2018-Edition.

 

Bedienung:
Die Lampe ist mit zwei Schaltern ausgestattet, wobei mit dem rechten die insgesamt sechs Leuchtstufen aktiviert werden und mit dem linken Strobe und SOS. Die Leuchtstufen werden vom Hersteller mit folgenden Werten angegeben:

Eco – 50 Lumen – 95 Stunden
Low – 150 Lumen – 46 Stunden
Mid – 450 Lumen – 17 Stunden und 45 Minuten
High 1 – 1000 Lumen – 6 Stunden
High 2 – 2000 Lumen – 3 Stunden
Turbo – 5100 Lumen – 2 Stunden und 15 Minuten

Ein- und ausgeschaltet wird die Lampe, indem man den rechten Schalter gedrückt hält. Durch kurzes Drücken schaltet die Lampe von dunkel nach hell durch die Leuchtstufen. Nach Turbo geht es wieder mit der dunkelsten Stufe los. Die Lampe verfügt über Memory und schaltet beim Einschalten in der Stufe ein, in der sie zuletzt ausgeschaltet wurde. Bei eingeschalteter Lampe kann man durch einen kurzen Druck auf den linken Schalter in den Strobe-Modus wechseln und durch einen kurzen Druck auf den rechten Schalter wieder zurück.
Hält man bei ausgeschalteter Lampe den linken Schalter gedrückt, strobt die TK75 mit wechselnder Frequenz. Durch kurzes Drücken des Schalters wechselt man zwischen Strobe und SOS hin und her, langes Drücken schaltet die Lampe aus.


Bedient wird die TK75 mit zwei Schaltern.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Vier 18650-Akkus sorgen für den nötigen Dampf. Eingesetzt werden die Akkus in ein Magazin, das mit einer Mini-USB-Buchse ausgestattet ist, über die die Akkus per Powerbank, Computer, Laptop, Notebook, Facebook oder sonstwas geladen werden können.


Im Batteriemagazin befindet sich eine Ladebuchse.

 

Beim Test wurde die Lampe im Turbo-Modus betrieben und durch einen Ventilator gekühlt.

Laufzeitmessung:
Beim Einschalten: 187000 Lux
nach 15 Minuten: 87900 Lux
nach 30 Minuten: 87300 Lux
nach 45 Minuten: 87100 Lux
nach 60 Minuten: 86700 Lux
nach 75 Minuten: 86500 Lux
nach 90 Minuten: 86300 Lux
nach 97 Minuten: 74500
nach 100 Minuten: 38200 Lux
nach 105 Minuten: 17400 Lux

In den ersten Minuten nach dem Einschalten blieb die maximale Leistung nahezu konstant. Nach 4:40 Minuten schaltete die Lampe in den High-2-Modus herunter. Anschließend wurde sie kontinuierlich marginal dunkler, was allerdings nur mit dem Luxmeter messbar und fürs menschliche Auge nicht sichtbar ist.
Nach etwas mehr als 97 Minuten regelte die Lampe herunter und war nach 105 Minuten bei 17400 Lux angekommen. Testabbruch. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen von 3,13 und 3,14 Volt gemessen.

Das entsprechende Diagramm:

Edit 13. April, 18:27 Uhr: Wenn ich mir selbst in den Hintern beißen könnte, würde ich das jetzt tun. Erst im Nachhinein fällt mir auf, dass ich die Lampe gewohnheitsmäßig auf einen Meter gemessen habe. Das verfälscht zwar nicht die Kurve des Diagramms, der tatsächliche Wert dürfte allerdings noch um einiges höher liegen, vermutlich jenseits der 200.000-Lux-Marke. Da die Lampe allerdings schon versandbereit verpackt ist, messe ich nicht nochmal auf größere Distanz. Sorry!

Fazit:
Die 2018-Edition der TK75 ist astrein geregelt. Unter optimalen Bedingungen traue ich der Lampe sogar zu, im Turbo-Modus mit konstanter Helligkeit ohne nennenswerte Einbußen durchzulaufen. Optimale Bedingungen bedeuten allerdings eine ständige Kühlung durch Eiswürfel oder den ausschließlichen Einsatz in der Antarktis.
Tests mit Eiswürfelkühlung habe ich in der Vergangenheit zwar bereits durchgeführt, aber ich hatte diesmal keinen Bock, mir wieder das Wohnzimmer einzusauen – schließlich sieht es hier schon schlimm genug aus – und in die Antarktis wollte ich nicht wirklich.
So muss der Test mit Ventilatorkühlung ausreichen, um ein verlässliches Ergebnis bezüglich der Regelung zu liefern. Was unter Optimalbedingungen tatsächlich möglich wäre, bleibt daher außen vor.

 

Beam:
Der Hotspot setzt sich auf kurze Distanzen deutlich vom Sidespill ab. Im Lichtbild sind deutlich vier „Ohren“ zu sehen, die sich auf die Distanz allerdings zunehmend verlieren. Die Reichweite ist vom Hersteller im Turbo-Modus mit 850 Metern angegeben, was keinesfalls übertrieben ist. Nach Umrechnung des Luxwertes bei meiner Messung kam ich auf 864 Meter, und da ich auf zu kurze Distanz gemessen habe, sind es sogar noch einige Meter mehr.


Scheiben-Schuss der TK35.

 

Resümee:
Schönes Ding, dat. Die TK75 in der 2018-Ausführung macht reichlich Meter, ist dabei allerdings kein reinrassiger Thrower. Für die Ausleuchtung des unmittelbaren Nahbereichs ist die Lampe dennoch weniger geeignet, da der Hotspot doch sehr dominant ist. Die Bedienung ist simpel, die Verarbeitung hochwertig, wie man es von Fenix gewohnt ist. Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise von Taschenlampen-Papst. Dort ist die Lampe zum Preis von 219,90 Euro (Stand: April 2020) auch erhältlich.


Größenvergleich. Von links: Fenix TK75, Fenix TK70, Spark SP6, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


Eco

 


Low

 


Mid

 


High 1

 


High 2

 


Turbo

 

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