Taschenlampen-Tests.de






         

24. Mai 2020

Willkommen auf Taschenlampen-Tests.de!

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 00:34

Intention dieser unabhängigen Seite ist es, Taschenlampen zu testen und dabei ihre Stärken und Schwächen herauszustellen. Weiterhin finden sich Beamshots, Tipps sowie interessante Links für alle, die Interesse und Spaß an diesem umfangreichen Thema haben.

21. Mai 2020

Kurztest Oxyled MD50

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 19:20


Eine billige fokussierbare Lampe bietet Oxyled mit der MD50 an.

 

Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe mit einem Akku zum Betrieb, einem Ladegerät, einem Batteriemagazin für drei AAA-Batterien, einem Lanyard und einer englischsprachigen Bedienungsanleitung. Da ich außer dem Akku nichts mehr davon finden kann, gibt es auch kein Foto.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 136 mm
Gewicht: 130 g
Gewicht mit Akku: 174 g
LED: Cree XM-L T6
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt, allerdings nicht HA III.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: nein.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon, 3x AAA.


Am Lampenende kann das Lanyard befestigt werden.

 


Blick in den Lampenkopf.

 

Bedienung:
Eingeschaltet und bedient wird die Lampe mit einem Heckschalter, der als Reverse-Clicky ausgelegt ist, also beim Loslassen schaltet. Die Oxyled MD50 startet immer in der hellsten Leuchtstufe, die mit 500 Lumen angegeben ist. Das UI ist typisch für billige China-Lampen. Durch kurzes Antippen des Schalters im eingeschalteten Zustand durchläuft die Lampe nach High die Modi Medium, Dunkel, Strobe und SOS, bevor man wieder in High landet.
Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann man stufenlos zwischen gebündeltem Licht und Flutlicht wechseln.


Die MD50 wird mit einem Heckschalter bedient.

 


Bei komplett eingeschobenem Lampenkopf liefert die Lampe Flutlicht.

 


Bei komplett ausgezogenem Lampenkopf ist das Abbild der LED zu sehen.

 

Resümee:
Mit der Oxyled MD50 bekommt man für wenig Geld auch wenig Lampe. Die Gesamtverarbeitung ist nicht sonderlich hochwertig, geht aber für einen Preis von weniger als 20 Euro in Ordnung. Die Lichtleistung ist, angesichts aktueller Lampen mit neueren LEDs, eher durchwachsen. Zum Anfixen taugt die Oxyled MD50 aber auf jeden Fall. Das Ladegerät und den Akku würde ich aus Sicherheitsgründen allerdings direkt in die Tonne kloppen und durch bessere Produkte ersetzen.

 

Wie leuchtet sie denn?


Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Oxyled MD50 fokussiert

 


Oxyled MD50 defokussiert

 

nach oben

18. Mai 2020

Olight SR Mini Intimidator II

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 20:54


Mit der SR Mini Intimidator II hat Olight eine handliche und helle Lampe abgeliefert.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Kunststoffkoffer sind neben der Lampe noch ein USB-Ladekabel, ein Holster, eine Bedienungsanleitung und eine kleine Werbebroschüre enthalten.


Ausgeliefert wird die Lampe in einem stabilen Plastikkoffer.

 


Der Inhalt des Koffers.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 132,5 mm
Gewicht: 287 g
Gewicht mit Akkus: 432 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 3x 18650 LiIon, 6x CR123A.


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Tailcap-Gewinde ist werksseitig bereits ausreichend gefettet und läuft sehr geschmeidig.

 


Das Gegenstück: die Tailcap.

 


Die Möglichkeit zur Befestigung eines Lanyards (nicht im Lieferumfang enthalten) besteht am Heck der Lampe.

 


Am Heck der Lampe finden sich auch Bezeichnung und Seriennummer.

 


Lampe im Holster.

 

Leuchteinheit:
Drei Cree-XM-L2-LEDs verrichten ihren Dienst hinter speziellen TIR-Optiken.


Da kommt das Licht raus.

 

Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet wird die Mini II mittels Seitenschalter. Ein langer Druck schaltet die Lampe ein, die danach rotierend folgende Leuchtstufen durchläuft:

Low – 120 Lumen – 36 Stunden
Mid – 600 Lumen – 8 Stunden
High – 1600 Lumen – 3 Stunden

Erneutes langes Drücken schaltet die Lampe wieder aus. Die Lampe merkt sich den zuletzt aktivierten Modus und schaltet in diesem wieder ein. Ein Doppelklick aktiviert den Turbo-Modus, der mit 3200 Lumen ohne Laufzeit angegeben ist. Eine Laufzeitangabe würde auch wenig Sinn machen, da dieser Modus, selbst mit den empfohlenenen hauseigenen Akkus, immer nur für wenige Sekunden nutzbar ist, wie im weiteren Verlauf dieses Reviews der Laufzeittest zeigen wird. Ein Dreifachklick, egal, ob bei aus- oder eingeschalteter Lampe, aktiviert den Strobe-Modus. Durch Gedrückthalten des Schalters im Strobe gelangt man in die dunkelste Leuchtstufe. Hält man den Schalter im Strobe lange gedrückt, schaltet die Lampe aus. Strobe wird zum Glück nicht gespeichert.
Die SR Mini verfügt zudem über einen Lockout-Modus gegen unbeabsichtigtes Einschalten. Dieser wird durch langes Gedrückthalten des Schalters erreicht. Das Entsperren erfolgt auf dieselbe Weise.


Die Lampe wird komplett über einen Seitenschalter bedient.

 

Stromversorgung:
Drei 18650-Akkus (nicht im Lieferumfang enthalten) sorgen für die nötige Power. Geladen werden können sie über einen USB-Port, der seitlich an der Lampe angebracht ist. Obwohl ich kein ausgewiesener Freund von Lampen bin, die über einen aufklapp- aufschieb- oder sonstwie zu erreichenden externen Ladeport verfügen, da damit immer eine grundsätzliche potenzielle Undichtichkeit der jeweiligen Lampe verbunden ist, finde ich es andererseits dennoch praktisch, die Lampe über Nacht einfach ans USB-Kabel meines Rechners hängen zu können, um am nächsten Tag wieder komplett vollgeladene Akkus zu haben.


Hinter diesem Schieber…

 


… findet sich die Ladebuchse.

 

Laufzeittest:
Die Lampe wurde im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.
Bereits nach wenigen Sekunden schaltete die Lampe von 22500 Lux auf 16300 Lux herunter, einen Wert, der deutlich über dem von mir gemessenen Wert im High-Modus (9300 Lux) liegt. Im Zeitraum zwischen Minute 7 und 9 regelte die Lampe noch mal herunter. Dieser Wert wurde anschließend konstant gehalten.
Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 3,67 und 3,68 Volt entnommen, was faktisch bedeutet, dass noch eine Menge Restlaufzeit drin ist. Auch nach 60 Minuten läuft die Lampe immer noch mit einer Leistung, die deutlich über dem High-Modus liegt. Unabhängig davon, ob und wann die Lampe irgendwann erneut herunterregelt, ist dies ein hervorragendes Ergebnis. Den Laufzeitangaben des Herstellers kann somit absolut Glauben geschenkt werden.

Im Diagramm sieht das so aus:

Fazit:
Grundsätzlich ist die SR Mini Intimidator II hervorragend geregelt. Einziger Schwachpunkt ist der Turbo-Modus, der immer nur für sehr kurze Zeit aktiviert werden kann. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass mit neuen Akkus, die gerade ihre maximale Kapazität erreicht hatten, auch etwas längere Laufzeiten drin waren, habe diese allerdings nie gemessen. Sobald die Akkus nicht mehr in absoluter Topform sind, ist die maximale Leistung nur noch für wenige Sekunden verfügbar.

 

Resümee:
Mit der SR Mini Intimidator II hat Olight eine schöne handliche Lampe mit reichlich Leistung abgeliefert. Die Verarbeitung ist klasse und lässt nicht zu wünschen übrig. Auch die Bedienung geht einfach von der Hand. Der Knackpunkt ist der Turbo-Modus, in dem die Lampe, auch mit hochstromfähigen Akkus, nur für wenige Sekunden läuft, sofern die Akkus nicht im absoluten Topzustand sind. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 159,95 Euro (Stand: Mai 2020) im Olight-Store.


Größenvergleich. Von links: Olight SR Mini Intimidator II, Manker MK34, Olight X7 Marauder, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Low

 


Mid

 


High

 


Turbo

 

nach oben

15. Mai 2020

Kurztest Olight i5T EOS

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:40


Ein kleiner geiler Scheißer ist die i5T EOS von Olight. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich eine Lampe, die für so gut wie alle Alltagssituationen, in denen nur wenig Licht benötigt wird, mehr als ausreicht.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Neben der Lampe, die in einem Pappkarton daherkommt, finden sich noch eine Batterie zum Betrieb sowie eine Anleitung in mehreren Sprachen.


Verpackung und Inhalt.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 95,5 mm
Gewicht: 40 g
Gewicht mit Batterie: 64 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, am Clip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x AA (Batterie oder Akku).


Das dezente Knurling steht der kleinen Lampe sehr gut.

 


Die Materialstärke ist mehr als ausreichend.

 


Auch bei der Tailcap gibt es nichts zu meckern. Das Gewinde wurde von Olight von Werk aus leicht gefettet und lässt sich weich und spielfrei in den Lampenkörper hineindrehen.

 

Existenziell ist der schöne blaue Clip, der werkseitig bereits vormontiert montiert wurde. Ich bin kein Freund von Clips, aber die i5T EOS darf niemals ohne dieses Ding Gassi geführt werden, weil sie damit einfach noch wesentlich attraktiver aussieht.
Der Clip ist ergo – unabhängig von seiner Praktikabilität – ein absolutes Muss. Durch gezieltes Biegen kann er sogar dazu gebracht werden, die Lampe in nahezu jeder Situation festzuhalten. Völlig ausgeschlossen ist ein Lampenverlust allerdings nicht, was dem Prinzip von halbrunden beziehungsweise Dreiviertel-Clips geschuldet ist. Aber dieser Clip darf einfach nicht fehlen, niemals und nimmer nicht!


Mit dem Clip kann die Lampe, wie wir Profis sagen, Bezel-Up oder Bezel-Down (für Noobs: so rum oder so rum) getragen werden.

 

Leuchteinheit:
Als LED wurde eine Osram P9 in kaltweiß verbaut, die ihr Licht mittels TIR-Optik verteilt.


Die Leuchteinheit der i5T EOS.

 

Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet wird die Lampe mit einem Tailcap-Clicky. Zur Auswahl stehen zwei Leuchtstufen, die mit 15 und 300 Lumen angegeben sind. Durch kurzes Antippen des Schalters wechselt man zwischen diesen Stufen hin und her (beginnend in der dunklen Stufe) beziehungsweise aktiviert Momentlicht in der jeweiligen Stufe. Wird der Schalter in der entsprechenden Leuchtstufe durchgedrückt, wird diese Stufe als Dauerlicht aktiviert. Wird der Schalter bei ausgeschalteter Lampe durchgedrückt, landet man immer in der dunklen Stufe. Wenn die Lampe eingeschaltet ist, führt ein Doppelklick dazu, dass zwischen hell und dunkel gewechselt wird. Ausgeschaltet wird die i5T EOS durch einen festen Druck auf den Schalter.

Die komplette Beschreibung zur Bedienung der Lampe umfasst – je nach Browser – sieben bis acht Zeilen. Jede einzelne davon ist allerdings eigentlich völlig überflüssig. Denn egal, was man wie, schnell oder langsam, doppelt oder einfach, warum auch immer oder warum auch immer nicht drückt – man kann nie einem Fähler macken. Mit diesem kleinen Schnuckel ist nicht nur jedes Schüsselloch auf Anheib zu funden, sonern auch die Umbegung schön autzuleuchten, unabhangig dafon, wie besofen Mann isst.
Pörfekt glöst.


Der Schalter hat einen knackigen und konkreten Druckpunkt.

 

Generell finde ich es toll, dass Olight der Lampe einen Endkappenschalter spendiert hat. Die meisten aktuellen kleinen Lampen werden durch Seitenschalter bedient, nach denen man sich im Dunkeln dumm und dämlich tastet, bevor man sie gefunden hat. Der gute alte Tailcap-Clicky ist für mich immer noch die beste Lösung, eine Taschenlampe einzuschalten, denn man findet ihn immer auf Anhieb. Ein weiterer Vorteil: Das Ding funktioniert rein mechanisch ohne jegliche Elektronik und kann den Stromversorger nicht langsam leerlutschen.

 

Resümee:
Es spielt absolut keine Rolle, wann und wie man die Olight i5T EOS einschaltet – man landet grundsätzlich immer in einem Modus, in dem man nicht verkehrt ist, unabhängig davon, ob es nun der dunkle oder der helle ist. Wenn man der Meinung ist, der aktuelle Modus sei nicht der richtige, drückt man den Schalter einfach schnell doppelt und landet dann im anderen Modus.
Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings. Der erste ist der wunderhübsche Clip, der die Lampe zwar meist, aber halt nicht immer zwangsläufig festhält. Der zweite ist der Name der Lampe. Jedesmal, wenn ich in diesem Beitrag „i5T EOS“ geschrieben habe, musste ich zuvor auf dem Lampenkopf nach der Bezeichnung schauen, weil ich sie mir einfach nicht merken konnte. Ein eingängigerer Name, etwa „Olight Pillemann Jones“ wäre fein gewesen, aber dafür ist es bereits zu spät.
Erhältlich ist die i5T EOS zu einem Preis von 35,95 Euro (Stand: Mai 2020). Das Testmodell wurde freundlicherweise von Olight Deutschland zur Verfügung gestellt.


Größenvergleich: Zwei Dinge, die ich gerne mag.

 

Wie leuchtet sie denn?


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot bei Dunkelheit

 


Olight i5T EOS dunkel

 


Olight i50T EOS hell

 

nach oben

 

 

12. Mai 2020

Fenix FD65

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:36


Gerade noch handlich, recht hell und fokussierbar – was taugt die FD65 von Fenix in der Praxis?

 

Verpackung/Lieferumfang:
Im Lieferumfang enthalten sind die Lampe, ein Ersatz-O-Ring, ein Holster, ein Lanyard, eine Bedienungsanleitung in mehreren Sprachen, eine Garantiekarte und ein Fenix-Werbeblättchen.


In dieser Verpackung macht sich die FD65 auf den Weg zum Kunden.

 


Das ist alles dabei.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge defokussiert: 153,5 mm
Länge fokussiert: 158,5 mm
Durchmesser Kopf: 62 mm
Durchmesser Tail: 52 mm
Gewicht: 432 g
Gewicht mit Akkus: 630 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Schlitze in der Tailcap.
wasserdicht: laut Hersteller gemäß IP68.
Stromversorgung: 4x 18650 LiIon.


So kennt man es von Fenix: Die Materialstärke des Batterierohrs ist zwar nicht gigantisch, aber absolut mehr als ausreichend.

 


Blick ins Batterierohr. Die Minus-Kontakte sind gefedert.

 


Das Gegenstück.

 


Möglichkeit zur Lanyardbefestigung an der Tailcap.

 


An der Unterseite findet sich ein Gewinde zur Befestigung der Lampe auf einem Stativ.

 


Lampe im Holster. Mein Ding ist dieses Ding mit dem umständlichen Gurt, der den Lampenkopf umschließt, nicht, denn die Entnahme der Lampe wird darurch ziemlich fummelig.

 

Leuchteinheit:
Drei XHP35-HI-LEDs von Cree sitzen in jeweils einer eigenen Optik aus Kunststoff. Eine zusätzliche Frontscheibe wurde nicht verbaut.


Drei XHP-35-HI-LEDs sorgen fürs Licht.

 


Die Linsen sind leicht nach außen gewölbt.

 

Bedienung:
Die FD65 verfügt über zwei Seitenschalter. Durch Gedrückthalten eines Schalters – welcher ist dabei egal – wird die Lampe ein- und ausgeschaltet.
Zur Verfügung stehen insgesamt 5 Helligkeitsstufen, die vom Hersteller mit folgenden Werten angegeben sind:

Eco – 50 Lumen – 86 Stunden
Low – 150 Lumen – 40:50 Stunden
Mid – 400 Lumen – 19:40 Stunden
High – 1200 Lumen – 5 Stunden
Turbo – 3800 Lumen – 3 Stunden

Der angegebene Wert im Turbo-Modus ist allerdings nur theoretischer Natur, da die Lampe herunterregelt, um die LEDs vor Überhitzung zu schützen.
Der linke Schalter dient dazu, die Lampe herunterzuschalten, der rechte dazu, sie hochzuschalten. Das ist einfach, idiotensicher und genial. Aber vor allem ist es selten. Ich kenne kaum eine Lampe, die auf diese Art bedient werden kann. Alles könnte so schön sein, hätte Fenix nicht irgendeiner Dumpfbacke die Programmierung überlassen. Im Gegensatz zu fast allen Fenix-Lampen, die ich bisher in den Händen hatte, verfügt ausgerechnet die FD65 nicht über Memory. Schaltet man die Lampe durch Gedrückthalten des linken Schalters ein, startet sie grundsätzlich immer im Low-Modus, schaltet man sie durch Gedrückthalten des rechten Schalters ein, startet sie grundsätzlich immer im High-Modus.

Warum, Dumpfbacke?

Das Prinzip, die Lampe mit zwei Schaltern zu bedienen, von denen einer runter- und einer hochschaltet, ist super, aber warum, bitteschön hat sie dann kein Memory und schaltet nicht wieder in der Stufe ein, in der sie ausgeschaltet wurde? Dafür wäre gerade ein solches Schaltkonzept absolut prädestiniert.
Geblinke gibt es auch. Wird der linke Schalter bei ein- oder ausgeschalteter Lampe lange gedrückt gehalten, morst die FD65. Wird der rechte Schalter bei ein- oder ausgeschalteter Lampe lange gedrückt gehalten, strobt sie mit wechselnder Frequenz.
Schließlich gibt es noch einen Lockout, der die Lampe gegen versehentliches Einschalten schützt. Erreicht wird dieser, indem man beide Schalter gleichzeitig gedrückt hält. Die Lampe quittiert den Lockout durch zweimaliges Blinken. Das Entsperren funktioniert ebenfalls durch gleichzeitiges Gedrückthalten beider Schalter.


Bedient wird die FD65 mit zwei Schaltern. Der linke Schalter schaltet die Leuchtstufen herunter, der rechte herauf.

 

Was es sonst noch gibt:
Die FD65 ist fokussierbar. Die Verstellung erfolgt über einen Drehring. In der Stellung ganz rechts ist die Lampe maximal defokussiert, in der Stellung ganz links maximal fokussiert. Der Drehring ist recht schwergängig. Das Fokussieren mit einer Hand ist zwar möglich, deutlich einfacher geht es aber, wenn man beide Hände benutzt.


Mit diesem Drehring wird der Fokus verstellt.

 


In der Anschlagsstellung ganz rechts ist die Lampe maximal defokussiert und liefert ein gleichmäßiges und ausgewogenes Lichtbild.

 


In der Stellung ganz links ist die Lampe maximal fokussiert und liefert ein deutlich konzentrierteres Lichtbild – zumindest theoretisch. Beim Testmodell lag der Punkt der maximalen Fokussierung kurz vor der Stellung ganz links.

 

Stromversorgung/Laufzeittest:
Vier 18650-Akkus sorgen für die nötige Betriebspower. Beim Test kamen Olight-Akkus mit einer Kapazität von 3500 mAh zum Einsatz. Die Lampe wurde im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Wie das Diagramm zeigt, fällt die maximale Leistung recht schnell ab. Nach fast acht Minuten folgte ein kompletter Stepdown. Die Leistung nach diesem Stepdown wird anschließend konstant gehalten. Nach 60 Minuten habe ich den Test beendet. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 3,80 und 3,81 Volt gemessen. Zu diesem Zeitpunkt ließ sich die Lampe immer noch in den Turbo-Modus hochschalten.

Fazit:
Wie von Fenix nicht anders gewohnt, funktioniert die Regelung prächtig. Zum Schutz vor einer Überhitzung der LED regelt die Lampe schnell herunter, wobei das Herunterregeln und der Stepdown vermutlich zeitgesteuert sind. Nach einer Stunde Dauerbetrieb waren die Akkus bei einer Restkapazität von etwa 40 Prozent angelangt, und die Lampe ließ sich immer noch in den Turbo-Modus mit exakt demselben Wert wie bei Testbeginn mit komplett geladenen Akkus schalten.

 

Beam:
Je nachdem, wie die Lampe fokussiert wird, ergibt sich ein homogenes und ausgewogenes oder ein konzentriertes und gerichtetes Lichtbild. Die Übergänge sind fließend, deutlich störende „Saturn-Ringe“, wie bei vielen fokussierbaren Lampen üblich, finden sich bei der FD65 nicht.


Scheiben-Schuss FD65 defokussiert.

 


Scheiben-Schuss FD65 fokussiert.

 

Resümee:
Mit der FD65 bekommt man eine noch handliche, fokussierbare Lampe, die durch ihre Leistung überzeugt. Das Lichtbild ist für eine Lampe mit verstellbarem Fokus jederzeit akzeptabel. Nicht akzeptabel ist für mich das UI. Hier wurde viel Potenzial verschenkt, da es keine Memory-Funktion gibt. Angesichts der Tatsache, dass bei der FD65 Akkus und Ladegerät dazugekauft werden müssen, sofern nicht bereits vorhanden, sind 169,90 Euro (Stand: Mai 2020) ein stolzer Preis.
Zur Verfügung gestellt wurde das Testmodell freundlicherweise vom Taschenlampen-Papst. Dort ist die Fenix FD65 auch erhältlich.


Größenvergleich. Von links: Fenix FD65, Olight X7 Marauder, Astrolux MF 01.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot im Dunkeln

 


Fenix FD65 Eco defokussiert

 


Fenix FD65 Eco fokussiert

 


Fenix FD65 low defokussiert

 


Fenix FD65 low fokussiert

 


Fenix FD65 mid defokussiert

 


Fenix FD65 mid fokussiert

 


Fenix FD65 high defokussiert

 


Fenix FD65 high fokussiert

 


Fenix FD65 Turbo defokussiert

 


Fenix FD65 Turbo fokussiert

 

nach oben

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Powered by WordPress MU.