Taschenlampen-Tests.de






         

25. Mai 2020

Olight Seeker 2 Pro

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:16


Das rote Telefon war einst ein Meilenstein in der Geschichte der Telekommunikationstechnik. Aber da diese Seite nicht „Telefon-Tests“, sondern „Taschenlampen-Tests“ heißt, geht es um die Lampe die darauf liegt – die Seeker 2 Pro von Olight.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Ein altes Sprichwort lautet „Das Auge leuchtet mit“ oder so ähnlich. Ausgeliefert wird die Lampe in einem Karton mit Magnetverschluss. Öffnet der Öffner des Kartons den Karton, steht er nicht vor dem Auspacken, sondern geradezu vor einer Präsentation. Im repräsentativen Präsentationskarton finden sich die Lampe, ein Akku zum Betrieb (bereits eingelegt und werksseitig durch eine Kunststoffscheibe gegen versehentliches Einschalten gesichert), ein Holster, ein Ladekabel, ein Mikrofasertuch zur Reinigung der Frontscheibe, eine Wandhalterung (Docking-Station), Dübel und Schrauben zur Befestigung der Wandhalterung, eine Anleitung, wie die Wandhalterung befestigt wird sowie eine mehrsprachige Bedienungsanleitung.
Was ich persönlich nicht vermisse, da ich es nie nutze, das aber erstaunlicherweise nicht dabei ist, ist ein Lanyard – jenes Bändchen, mit dem man die Lampe am Handgelenk mit sich führen kann. Warum Olight ausgerechnet bei der Seeker Pro 2 darauf verzichtet hat, das Ding mitzuliefern, ist mir ein Rätsel, denn viele Nutzer schwören darauf.


Ausgeliefert wird die Seeker 2 Pro in einem Karton mit Magnetverschluss.

 


Die Spannung dieser kleinen Bilderstrecke steigt ins Unermessliche. Was erwartet uns wohl, wenn wir das gelbe Ding anlupfen?

 


Die Spannung steigt weiter. 

 


„Törööööööö!“ würde Benjamin Blümchen sagen, „Tätäää, tätäää, tätäää! Wolle mer se reinlasse?“ würden Karnevalisten sagen. Das alles ist im Präsentationskarton enthalten.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 129 mm
Reflektoröffnung: 27,5 mm
Durchmesser Kopf: 35 mm
Durchmesser Tail: 30 mm
Gewicht: 124 g
Gewicht mit Akku: 196 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Öse an der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x 21700 LiIon.


Zur besseren Griffigkeit der Lampe wurden seitlich zwei Silikon-Elemente eingeklebt. Wie lange sie am Lampenkörper halten, kann nur die Zeit zeigen.

 


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Gewinde wurde werksseitig ausreichend gefettet und läuft butterweich.

 


Innenansicht Tailcap.

 


Am Lampenpopo kann ein Lanyard (erstaunlicherweise nicht im Lieferumfang enthalten) befestigt werden.

 


Gegen versehentliches Einschalten während der Lieferung zum Händler/Kunden hat Olight die Lampe durch eine Kunststoffscheibe über dem Akku gesichert.

 


Das mitgelieferte Holster.

 


Anders, als bei manchen Vertretern seiner Gattung, ist das Holster nicht vernäht. Somit kann es problemlos beispielsweise an Molle-Systemen befestigt werden.

 


Die Seeker 2 Pro im Holster.

 


Die Wandhalterung, die bei Olight offiziell als „L-Dock“ bezeichnet wird, lässt sich anschrauben oder festkleben.

 

Leuchteinheit:
Zum Einsatz kommen drei Cree-XP-L-HD-LEDs, von denen jede hinter einer eigenen TIR-Linse sitzt. Davor wurde eine Glasscheibe verbaut.


Die Leuchteinheit.

 

Bedienung:
Als einziges Bedienelement kommt ein Seitenschalter zum Einsatz, der eingefasst und somit auch im Dunkeln leicht zu ertasten ist.
Ein einfacher Druck auf den Schalter schaltet die Lampe ein. Durch Gedrückthalten des Schalters gelangt man von dunkel nach hell in die Leuchtstufen dunkel-mittel-hell, die vom Hersteller mit folgenden Werten angegeben sind:

Dunkel: 50 Lumen – 52 Stunden
Mittel: 300 Lumen – 9:30 Stunden
Hell: 1200/600 Lumen – 110/30 Minuten

Die Lampe verfügt über Memory und schaltet in der Stufe ein, in der sie zuvor ausgeschaltet wurde.
Darüberhinaus gibt es mit Moonlight und Turbo noch zwei weitere Leuchtstufen sowie einen Stroboskop-Modus. Moonlight (angegeben mit fünf Lumen für 12 Tage) wird durch Gedrückthalten des Seitenschalters aktiviert, Turbo (angegeben mit 3200 Lumen für zwei Minuten und anschließend 600 Lumen für 150 Minuten) durch einen Doppelklick. Strobe erreicht man durch einen Dreifachklick. Moonlight, Turbo und Strobe wurden nicht ins reguläre UI integriert und sind nur direkt erreichbar.
Als weitere Features verfügt die Lampe noch über einen Lockout-Modus und eine Timer-Funktion, bei der die Lampe wahlweise nach 3 oder 9 Minuten von selbst abschaltet.
Um den Schalter herum finden sich rechts und links jeweils vier LEDs, die beim Einschalten für einige Sekunden leuchten. Die LEDs links stehen für die aktivierte Leuchtstufe, die LEDs rechts informieren grob über die Akkuspannung.


Bedient wird die Seeker 2 Pro komplett über einen Seitenschalter.

 


Kleine LEDs (links: Leuchtstufe, rechts: Akkuspannung) dienen zur Information.

 

Stromversorgung:
Zur Verwendung kommt ein 21700-Lithium-Ionen-Akku, der bei der Auslieferung mit 3,87 Volt geladen war. Bei diesem Akku handelt es sich leider wieder einmal um einen Spezialakku, der nicht besser ist als ein guter Marken-Akku, dafür aber das Doppelte kostet. Geladen werden kann der Akku via USB mit dem mitgelieferten Magnetladekabel, das entweder direkt an der Lampe oder an der Docking-Station befestigt werden kann. Da der maximale Ladestrom nur etwa 0,8 Ampere beträgt, dauert es mehrere Stunden, bis der Akku komplett geladen ist. Die Ladeschlussspannung beim Akku der Testlampe betrug nach dem Aufladen 4,17 Volt.


Für die Stromversorgung ist ein 21700-LiIon-Akku zuständig.

 


Leider setzt Olight auch bei der Seeker 2 Pro dabei auf einen Spezialakku.

 


Die Ladekontakte an der Tailcap.

 


Dieses Ladekabel ist im Lieferumfang enthalten.

 


Es kann wahlweise direkt an der Lampe…

 


… oder der Docking-Station befestigt werden. Während des Ladevorgangs leuchtet am Ladekabel eine rote LED, die bei vollgeladenem Akku auf grün wechselt. Bei mir leuchtet nix, da dort, wo die Fotos entstehen, kein Strom vorhanden ist. Daher setze ich auf die Vorstellungskraft aller Besucher meiner fabulösen Seite. Und mal ganz davon ab: Für diejenigen Leser, die eine Rot-Grün-Schwäche haben, würden die Bilder ohnehin nichts bringen.

 

Laufzeittest:
BeimTest wurde die Seeker 2 Pro im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.

Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Der Akku hatte zu diesem Zeitpunkt noch eine Leerlaufspannung von 3,65 Volt.

Fazit:
Wie von Olight versprochen, regelt die Lampe nach ungefähr zwei Minuten herunter, um die LED vor einer Überhitzung zu schützen. Anschließend wird die Leistung konstant gehalten. Die Regelung funktioniert also, wie nicht anders zu erwarten, ausgezeichnet.

 

Beam:
Ausgelegt ist die Seeker 2 Pro als Fluter, wobei das „Flood“ durch einen großen Hotspot mit nur sehr wenig Streulicht erreicht wird. Die Reichweite ist mit 250 Metern angegeben. Legt man den im Test gemessenen Maximalwert zu Grunde, kommt man sogar auf 262 Meter.


Scheiben-Schuss der Seeker 2 Pro.

 

Resümee:
Mit der Seeker 2 Pro liefert Olight eine in (fast) allen Punkten gelungene Lampe ab. Die Bedienung ist Olight-typisch und einfach zu erlernen, sofern man nicht bereits damit vertraut ist. Fein finde ich, dass Olight der Lampe einen wirklich sinnvollen Moonlight-Modus spendiert hat, was nicht bei allen Lampen ähnlicher Größe dieses Herstellers der Fall ist. Eine Anzeige, die den Nutzer grob darüber informiert, wie es um den Akku bestellt ist, ist ebenfalls vorhanden, und man bekommt ein Komplettpaket, bei dem nichts dazugekauft werden muss. Der einzige Punkt, den es zu bemängeln gibt: Die Lampe kann nicht mit einem herkömmlichen 21700er betrieben werden, sondern nur mit einem Spezialakku, der deutlich teurer ist.
Zur Verfügung gestellt wurde die Lampe freundlicherweise vom Olight-Store. Der reguläre Verkaufspreis liegt bei 179,95 Euro (Stand: Mai 2020).


Größenvergleich. Von links: Olight Seeker 2 Pro, Olight R50 Pro Seeker, Olight X7 Marauder, Lupine Betty TL2 S.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Olight Seeker 2 Pro Moonlight

 


Olight Seeker 2 Pro low

 


Olight Seeker 2 Pro mid

 


Olight Seeker 2 Pro high

 


Olight Seeker 2 Pro Turbo

 


Olight R50 Pro Seeker Turbo

 

nach oben

24. Mai 2020

Willkommen auf Taschenlampen-Tests.de!

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 00:34

Intention dieser unabhängigen Seite ist es, Taschenlampen zu testen und dabei ihre Stärken und Schwächen herauszustellen. Weiterhin finden sich Beamshots, Tipps sowie interessante Links für alle, die Interesse und Spaß an diesem umfangreichen Thema haben.

21. Mai 2020

Kurztest Oxyled MD50

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 19:20


Eine billige fokussierbare Lampe bietet Oxyled mit der MD50 an.

 

Lieferumfang:
Ausgeliefert wird die Lampe mit einem Akku zum Betrieb, einem Ladegerät, einem Batteriemagazin für drei AAA-Batterien, einem Lanyard und einer englischsprachigen Bedienungsanleitung. Da ich außer dem Akku nichts mehr davon finden kann, gibt es auch kein Foto.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 136 mm
Gewicht: 130 g
Gewicht mit Akku: 174 g
LED: Cree XM-L T6
Anodisierung: gut und gleichmäßig ausgeführt, allerdings nicht HA III.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: nein.
Stromversorgung: 1x 18650 LiIon, 3x AAA.


Am Lampenende kann das Lanyard befestigt werden.

 


Blick in den Lampenkopf.

 

Bedienung:
Eingeschaltet und bedient wird die Lampe mit einem Heckschalter, der als Reverse-Clicky ausgelegt ist, also beim Loslassen schaltet. Die Oxyled MD50 startet immer in der hellsten Leuchtstufe, die mit 500 Lumen angegeben ist. Das UI ist typisch für billige China-Lampen. Durch kurzes Antippen des Schalters im eingeschalteten Zustand durchläuft die Lampe nach High die Modi Medium, Dunkel, Strobe und SOS, bevor man wieder in High landet.
Durch Vor- und Zurückschieben des Lampenkopfs kann man stufenlos zwischen gebündeltem Licht und Flutlicht wechseln.


Die MD50 wird mit einem Heckschalter bedient.

 


Bei komplett eingeschobenem Lampenkopf liefert die Lampe Flutlicht.

 


Bei komplett ausgezogenem Lampenkopf ist das Abbild der LED zu sehen.

 

Resümee:
Mit der Oxyled MD50 bekommt man für wenig Geld auch wenig Lampe. Die Gesamtverarbeitung ist nicht sonderlich hochwertig, geht aber für einen Preis von weniger als 20 Euro in Ordnung. Die Lichtleistung ist, angesichts aktueller Lampen mit neueren LEDs, eher durchwachsen. Zum Anfixen taugt die Oxyled MD50 aber auf jeden Fall. Das Ladegerät und den Akku würde ich aus Sicherheitsgründen allerdings direkt in die Tonne kloppen und durch bessere Produkte ersetzen.

 

Wie leuchtet sie denn?


Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Oxyled MD50 fokussiert

 


Oxyled MD50 defokussiert

 

nach oben

18. Mai 2020

Olight SR Mini Intimidator II

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 20:54


Mit der SR Mini Intimidator II hat Olight eine handliche und helle Lampe abgeliefert.

 

Verpackung/Lieferumfang:
In einem stabilen Kunststoffkoffer sind neben der Lampe noch ein USB-Ladekabel, ein Holster, eine Bedienungsanleitung und eine kleine Werbebroschüre enthalten.


Ausgeliefert wird die Lampe in einem stabilen Plastikkoffer.

 


Der Inhalt des Koffers.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 132,5 mm
Gewicht: 287 g
Gewicht mit Akkus: 432 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: ja.
Rollschutz: nein.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, Loch in der Tailcap.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 3x 18650 LiIon, 6x CR123A.


Materialstärke Batterierohr.

 


Das Tailcap-Gewinde ist werksseitig bereits ausreichend gefettet und läuft sehr geschmeidig.

 


Das Gegenstück: die Tailcap.

 


Die Möglichkeit zur Befestigung eines Lanyards (nicht im Lieferumfang enthalten) besteht am Heck der Lampe.

 


Am Heck der Lampe finden sich auch Bezeichnung und Seriennummer.

 


Lampe im Holster.

 

Leuchteinheit:
Drei Cree-XM-L2-LEDs verrichten ihren Dienst hinter speziellen TIR-Optiken.


Da kommt das Licht raus.

 

Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet wird die Mini II mittels Seitenschalter. Ein langer Druck schaltet die Lampe ein, die danach rotierend folgende Leuchtstufen durchläuft:

Low – 120 Lumen – 36 Stunden
Mid – 600 Lumen – 8 Stunden
High – 1600 Lumen – 3 Stunden

Erneutes langes Drücken schaltet die Lampe wieder aus. Die Lampe merkt sich den zuletzt aktivierten Modus und schaltet in diesem wieder ein. Ein Doppelklick aktiviert den Turbo-Modus, der mit 3200 Lumen ohne Laufzeit angegeben ist. Eine Laufzeitangabe würde auch wenig Sinn machen, da dieser Modus, selbst mit den empfohlenenen hauseigenen Akkus, immer nur für wenige Sekunden nutzbar ist, wie im weiteren Verlauf dieses Reviews der Laufzeittest zeigen wird. Ein Dreifachklick, egal, ob bei aus- oder eingeschalteter Lampe, aktiviert den Strobe-Modus. Durch Gedrückthalten des Schalters im Strobe gelangt man in die dunkelste Leuchtstufe. Hält man den Schalter im Strobe lange gedrückt, schaltet die Lampe aus. Strobe wird zum Glück nicht gespeichert.
Die SR Mini verfügt zudem über einen Lockout-Modus gegen unbeabsichtigtes Einschalten. Dieser wird durch langes Gedrückthalten des Schalters erreicht. Das Entsperren erfolgt auf dieselbe Weise.


Die Lampe wird komplett über einen Seitenschalter bedient.

 

Stromversorgung:
Drei 18650-Akkus (nicht im Lieferumfang enthalten) sorgen für die nötige Power. Geladen werden können sie über einen USB-Port, der seitlich an der Lampe angebracht ist. Obwohl ich kein ausgewiesener Freund von Lampen bin, die über einen aufklapp- aufschieb- oder sonstwie zu erreichenden externen Ladeport verfügen, da damit immer eine grundsätzliche potenzielle Undichtichkeit der jeweiligen Lampe verbunden ist, finde ich es andererseits dennoch praktisch, die Lampe über Nacht einfach ans USB-Kabel meines Rechners hängen zu können, um am nächsten Tag wieder komplett vollgeladene Akkus zu haben.


Hinter diesem Schieber…

 


… findet sich die Ladebuchse.

 

Laufzeittest:
Die Lampe wurde im Turbo-Modus eingeschaltet und durch einen Ventilator gekühlt.
Bereits nach wenigen Sekunden schaltete die Lampe von 22500 Lux auf 16300 Lux herunter, einen Wert, der deutlich über dem von mir gemessenen Wert im High-Modus (9300 Lux) liegt. Im Zeitraum zwischen Minute 7 und 9 regelte die Lampe noch mal herunter. Dieser Wert wurde anschließend konstant gehalten.
Nach einer Stunde habe ich den Test beendet. Die Akkus wurden entnommen und mit Leerlaufspannungen zwischen 3,67 und 3,68 Volt entnommen, was faktisch bedeutet, dass noch eine Menge Restlaufzeit drin ist. Auch nach 60 Minuten läuft die Lampe immer noch mit einer Leistung, die deutlich über dem High-Modus liegt. Unabhängig davon, ob und wann die Lampe irgendwann erneut herunterregelt, ist dies ein hervorragendes Ergebnis. Den Laufzeitangaben des Herstellers kann somit absolut Glauben geschenkt werden.

Im Diagramm sieht das so aus:

Fazit:
Grundsätzlich ist die SR Mini Intimidator II hervorragend geregelt. Einziger Schwachpunkt ist der Turbo-Modus, der immer nur für sehr kurze Zeit aktiviert werden kann. Ich kann mich dunkel daran erinnern, dass mit neuen Akkus, die gerade ihre maximale Kapazität erreicht hatten, auch etwas längere Laufzeiten drin waren, habe diese allerdings nie gemessen. Sobald die Akkus nicht mehr in absoluter Topform sind, ist die maximale Leistung nur noch für wenige Sekunden verfügbar.

 

Resümee:
Mit der SR Mini Intimidator II hat Olight eine schöne handliche Lampe mit reichlich Leistung abgeliefert. Die Verarbeitung ist klasse und lässt nicht zu wünschen übrig. Auch die Bedienung geht einfach von der Hand. Der Knackpunkt ist der Turbo-Modus, in dem die Lampe, auch mit hochstromfähigen Akkus, nur für wenige Sekunden läuft, sofern die Akkus nicht im absoluten Topzustand sind. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Erhältlich ist die Lampe zu einem Preis von 159,95 Euro (Stand: Mai 2020) im Olight-Store.


Größenvergleich. Von links: Olight SR Mini Intimidator II, Manker MK34, Olight X7 Marauder, Surefire 6P.

 

Die Outdoor-Beamshots wurden mit einer Belichtungszeit von 2 Sekunden bei Blende 4 und 800 ASA aufgenommen.


Tageslicht

 


Kontroll-Shot

 


Low

 


Mid

 


High

 


Turbo

 

nach oben

15. Mai 2020

Kurztest Olight i5T EOS

Gespeichert unter: Startseite — 208730 @ 15:40


Ein kleiner geiler Scheißer ist die i5T EOS von Olight. Hinter dem etwas sperrigen Namen verbirgt sich eine Lampe, die für so gut wie alle Alltagssituationen, in denen nur wenig Licht benötigt wird, mehr als ausreicht.

 

Verpackung/Lieferumfang:
Neben der Lampe, die in einem Pappkarton daherkommt, finden sich noch eine Batterie zum Betrieb sowie eine Anleitung in mehreren Sprachen.


Verpackung und Inhalt.

 

Beschreibung der Lampe:
Länge: 95,5 mm
Gewicht: 40 g
Gewicht mit Batterie: 64 g
Anodisierung: HA III, gut und gleichmäßig ausgeführt.
Tailstand: nein.
Rollschutz: nur mit Clip.
Befestigungsmöglichkeit für Lanyard: ja, am Clip.
wasserdicht: ja, durch Praxistest geprüft.
Stromversorgung: 1x AA (Batterie oder Akku).


Das dezente Knurling steht der kleinen Lampe sehr gut.

 


Die Materialstärke ist mehr als ausreichend.

 


Auch bei der Tailcap gibt es nichts zu meckern. Das Gewinde wurde von Olight von Werk aus leicht gefettet und lässt sich weich und spielfrei in den Lampenkörper hineindrehen.

 

Existenziell ist der schöne blaue Clip, der werkseitig bereits vormontiert montiert wurde. Ich bin kein Freund von Clips, aber die i5T EOS darf niemals ohne dieses Ding Gassi geführt werden, weil sie damit einfach noch wesentlich attraktiver aussieht.
Der Clip ist ergo – unabhängig von seiner Praktikabilität – ein absolutes Muss. Durch gezieltes Biegen kann er sogar dazu gebracht werden, die Lampe in nahezu jeder Situation festzuhalten. Völlig ausgeschlossen ist ein Lampenverlust allerdings nicht, was dem Prinzip von halbrunden beziehungsweise Dreiviertel-Clips geschuldet ist. Aber dieser Clip darf einfach nicht fehlen, niemals und nimmer nicht!


Mit dem Clip kann die Lampe, wie wir Profis sagen, Bezel-Up oder Bezel-Down (für Noobs: so rum oder so rum) getragen werden.

 

Leuchteinheit:
Als LED wurde eine Osram P9 in kaltweiß verbaut, die ihr Licht mittels TIR-Optik verteilt.


Die Leuchteinheit der i5T EOS.

 

Bedienung:
Ein- und durchgeschaltet wird die Lampe mit einem Tailcap-Clicky. Zur Auswahl stehen zwei Leuchtstufen, die mit 15 und 300 Lumen angegeben sind. Durch kurzes Antippen des Schalters wechselt man zwischen diesen Stufen hin und her (beginnend in der dunklen Stufe) beziehungsweise aktiviert Momentlicht in der jeweiligen Stufe. Wird der Schalter in der entsprechenden Leuchtstufe durchgedrückt, wird diese Stufe als Dauerlicht aktiviert. Wird der Schalter bei ausgeschalteter Lampe durchgedrückt, landet man immer in der dunklen Stufe. Wenn die Lampe eingeschaltet ist, führt ein Doppelklick dazu, dass zwischen hell und dunkel gewechselt wird. Ausgeschaltet wird die i5T EOS durch einen festen Druck auf den Schalter.

Die komplette Beschreibung zur Bedienung der Lampe umfasst – je nach Browser – sieben bis acht Zeilen. Jede einzelne davon ist allerdings eigentlich völlig überflüssig. Denn egal, was man wie, schnell oder langsam, doppelt oder einfach, warum auch immer oder warum auch immer nicht drückt – man kann nie einem Fähler macken. Mit diesem kleinen Schnuckel ist nicht nur jedes Schüsselloch auf Anheib zu funden, sonern auch die Umbegung schön autzuleuchten, unabhangig dafon, wie besofen Mann isst.
Pörfekt glöst.


Der Schalter hat einen knackigen und konkreten Druckpunkt.

 

Generell finde ich es toll, dass Olight der Lampe einen Endkappenschalter spendiert hat. Die meisten aktuellen kleinen Lampen werden durch Seitenschalter bedient, nach denen man sich im Dunkeln dumm und dämlich tastet, bevor man sie gefunden hat. Der gute alte Tailcap-Clicky ist für mich immer noch die beste Lösung, eine Taschenlampe einzuschalten, denn man findet ihn immer auf Anhieb. Ein weiterer Vorteil: Das Ding funktioniert rein mechanisch ohne jegliche Elektronik und kann den Stromversorger nicht langsam leerlutschen.

 

Resümee:
Es spielt absolut keine Rolle, wann und wie man die Olight i5T EOS einschaltet – man landet grundsätzlich immer in einem Modus, in dem man nicht verkehrt ist, unabhängig davon, ob es nun der dunkle oder der helle ist. Wenn man der Meinung ist, der aktuelle Modus sei nicht der richtige, drückt man den Schalter einfach schnell doppelt und landet dann im anderen Modus.
Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings. Der erste ist der wunderhübsche Clip, der die Lampe zwar meist, aber halt nicht immer zwangsläufig festhält. Der zweite ist der Name der Lampe. Jedesmal, wenn ich in diesem Beitrag „i5T EOS“ geschrieben habe, musste ich zuvor auf dem Lampenkopf nach der Bezeichnung schauen, weil ich sie mir einfach nicht merken konnte. Ein eingängigerer Name, etwa „Olight Pillemann Jones“ wäre fein gewesen, aber dafür ist es bereits zu spät.
Erhältlich ist die i5T EOS zu einem Preis von 35,95 Euro (Stand: Mai 2020). Das Testmodell wurde freundlicherweise von Olight Deutschland zur Verfügung gestellt.


Größenvergleich: Zwei Dinge, die ich gerne mag.

 

Wie leuchtet sie denn?


Aufnahme bei Tageslicht

 


Kontroll-Shot bei Dunkelheit

 


Olight i5T EOS dunkel

 


Olight i50T EOS hell

 

nach oben

 

 

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Powered by WordPress MU.